Dreizinnenblick | Wettbewerb: 2. Preis

  • Aufraggeber: Gemeinde Toblach
  • Ort: Höhlensteintal | Toblach
  • Jahr: 2013

Mitarbeiter:
arch. Susanne Rieder, Alexander Gatterer, Evelyn Anvidalfarei, Simon Gafriller

1. KULTURZENTRUM GRAND HOTEL
Silhouette vom international bekannten Komponisten Gustav Mahler
Symbol für Kultur, Begegnung geistige Auseinandersetzung mit zahlreichen Themen
Die Silhouette schaut in Richtung des Kulturzentrums Grand Hotel in dem auch das Naturparkhaus untergebracht ist

2. Toblacher See
Silhouette eines aus dem Wasser springenden Fisches
Schon zu Zeiten Kaiser Maximilians als Fischzucht beliebt
Heute von Einheimischen und Touristen als Naherholung geschätzt

3. Kriegerfriedhof Nasswand
Silhouette eines gefallenen Kriegers
Symbol der Härte und Grausamkeit des Krieges

4. Sperrfort „Werk Landro“
Silhouette der Schiesscharte
Symbol der Vergänglichkeit und des Kriegswahns.
Bewusstmachen, dass eine touristische Hochburg in der Blütezeit vom eigenen Heer aus strategischen Gründen dem Erdboden gleichgemacht wurde.
Entfernung des Baumbestandes, um das Fort in den Vordergrund zu rücken
Revitalisierung der Anlage und Schaffung eines kulturhistorischen Zentrums mit
Dauerausstellung Krieg Alpinismus Geologie Flora Fauna
Überlegung ob, das gesamte Naturparkhaus hier untergebracht wird. Nutzung für zahlreiche verschiedenen Veranstaltungen

5. Dreizinnenblick
Silhouette lässt mehrere Interpretationsspielräume offen Symbol Hinweis auf den einmaligen Dreizinnenblick
Symbol für einen Krieger
Symbol eines Bergsteigers
Symbol das durch die Positionierung in der Mitte der Straße den Menschen und nicht das Auto in den Mittelpunkt stellt und die beiden Naturparks Drei Zinnen und Fanes Sennes so fußläufig gut verbindet ohne zu starke Zäsur der Straße

Multifunktionale Infowürfel
Entlang des Steges werden mehrere auf Stützen stehende Lärchenholzwürfel vorgeschlagen, die als Infofläche für verschiedene Themen genutzt werden können z.B.:
Alpinhistorische Information
Kulturhistorische Information
Information über Fauna und Flora
Eventuell als Fläche für diverse Ausstellungen
Die Würfel werden in Fertigbauweise errichtet und segmentweise aufgestellt, sodass eine Verlängerung oder die Platzierung eines Würfels an verschiedenen Orten Problemlos möglich ist

Zugwagon:
In Anlehnung auf die historische Dolomitenbahn wird seitlich der alten Trasse, die heute im Sommer als Radweg und im Winter als Langlaufloipe genutzt wird, ein symbolischer Zugwaggon aufgestellt. Er lädt zum Verweilen und Rasten ein und schlägt die Brücke zwischen Geschichte und Gegenwart.

Der Steg:
Im Wettbewerbsareal selbst wird kein Gebäude im herkömmlichen Sinn errichtet, sondern ein Weg des Erlebens durch die bereits vorhandene Landschaft geführt in dem das Thema der Silhouetten als roter Faden seine Fortsetzung findet. Dieser Weg ist als Steg konzipiert, der leicht (meist Sitzhöhe) vom bestehenden Gelände abgesetzt ist und neben der Verbindung vom Parkplatz (bzw. der Bushaltestelle) zum Aussichtsort auch als Ort des Verweilens und als Ort der interaktiven Wissensvermittlung fungiert. Inspireirt wurde die Wegführung des Steges von von diversen Wucherpflanzen und Flechten (evernia prunastri)

Das „sich langsam Herantasten“ an die ruhigen Orte des Verweilens wird bewusst in Szene gesetzt und erfährt in der „Wiese der Aussicht“ seinen Höhepunkt.

Megalodonten
Der Ort soll als starker Ort der Vergänglichkeit wahrgenommen werden. Dies gelingt durch das bewusste Hinweisen auf verschiedene Zeitabschnitte des Ortes:
Die Silhouette der Megalodonten dient als Symbol und Hinweis auf die Tatsache, dass die Dolomiten vor Jahrmillionen von Meer umspült wurden bzw. aus diesem endstanden.
Durch die Gestaltung der Abgrenzung von Straße und Parkraum mit einem Stahlblech aus Cortenstahl, das die Silhouette der Megalodonten aufnimmt wird der Betrachter schon bei der Ankunft mit Bus oder Auto auf diese Besonderheit aufmerksam gemacht, die dann in einer der Holzboxen genauer erläutert wird.