Wohnhaus Huber

  • Umbau und Erweiterung
  • Aufraggeber: Helmut Huber
  • Ort: Brixen
  • Jahr: 2011

Der Entwurf zielt darauf ab, Wohnatmosphären zu schaffen, die konkret auf die Bedürfnisse und Wünsche der Bauherren eingehen. Das Erdgeschoß bleibt nahezu unverändert und geborgen und entspricht dem bisherigen Wohnen, das der Erbauer Josef Huber wünscht und gewohnt ist.

Die Wohnung im neuen Dachgeschoss vereint das geborgene „sich zurückziehen können“ mit dem Gefühl der Weite. Herzstück der Wohnung ist die lichtdurchflutete Wohnküche, in der sich das gesamte Familienleben abspielt.

Die in den 1970 erbaute Reihenhaussiedlung mit ihrem Satteldachcharakter und den Dachgauben erfährt am Kopfbau eine Neuinterpretation durch einen einfachen zeitlosen sich nicht der Mode unterwerfenden Körper. Die Wahl des Flachdaches sowie die farbliche Absetzung des Neubaus haben sowohl ästhetische als auch funktionelle Gründe. Der bewusste Kontrast zwischen Alt und Neu lässt den Bestand klar als Altbau erkennen und zeigt auch nach außen hin, dass sich Bedürfnisse und Notwendigkeit der Menschen im Laufe der Zeit ändern. Des Weiteren besteht in einem zweiten Moment auch die Möglichkeit einer eventuellen Aufstockung, sofern dies auch von den Nachbarn erwünscht wird und wertvoller Baugrund kann gespart werden. Durch die Wahl der grauen Farbe, wie sie bereits jetzt die Dachziegel der restlichen Wohnsiedlung hat wirkt das Gebäude weniger hoch und die Fassade erfährt ein interessantes Spiel zwischen Licht und Schatten. Aus architektonischer Sicht fügt sich das neue Dachgeschoss von den Proportionen her harmonisch in den Bestand ein und spiegelt doch eine zeitgemäße klare Architekturhaltung wieder.